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Le vigan
GesternUm 500 vor Christus wurde die Region vom keltischen Stamm der Volken besiedelt, die aus dem Gebiet zwischen Rhône und Garonne gekommen waren. Im 2. Jahrhundert vor Christus errichteten die Römer zahlreiche Handelswege, von denen zwei bedeutende durch das Gebiet um Le Vigan führen: Nîmes - Rodez und Gévaudan - Lodève. HeuteDie Besucher von Le Vigan sind begeistert von den engen Sträßchen, den Brunnen, dem Park mit alten Kastanienbäumen, dem mittelalterlichen Viertel um das "Musée Cévenol" und von der prächtigen Brücke aus dem 12. Jahrhundert.
Campestre & Luc
Die Gemeinde liegt zwischen der Grenze der Départements l'Aveyron und l'Herault auf der Hochebene Causse du Larzac. Die zwei kleinen Weiler Luc und Campestre sind 1822 zusammengefasst worden. Die Kirche von Campestre ist sehr alt. Die Camisarden versuchten sie im Juni 1703 niederzubrennen, aber die Einwohner griffen selber zu ihren Waffen und verjagten die Rebellen. 1865 ist sie im romanischen Stil fast vollständig rekonstruiert worden: mit drei Kirchenschiffen und einem eleganten Glockenturm. In der Gemeinde findet man zahlreiche "cazelles", kleine Steinhäuser, die von den Schäfern genutzt wurden. Sie können zwei davon an der D273 in der Nähe von La Camp zwischen Le Luc und Campestre anschauen.
Alzon
Alzon liegt im oberen Teil des Vis-Tales. Dort befinden sich einige schöne Häuser aus dem 18. Jahrhundert. Das Dorf wurde um ein Benediktinerkloster herum angelegt. Viele Gasthöfe und alte Gebäude, in denen man früher Pferde und Kutschen mieten konnte, weisen darauf hin, dass Alzon eine wichtige Etappenunterkunft war. Einen Besuch wert ist die befestigte Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die im 17. und 19. Jahrhundert umgebaut worden ist. An der hinteren Fassade der ehemaligen Kapelle "Pénitents blanc" befindet sich ein interessantes Flachrelief, auf dem ein Beichtkind abgebildet ist. Die Einwohner von Alzon nahmen selbstverständlich an der Pilgerwanderung nach St. Guiral teil. Ein kleiner Heiligenschrein in Form eines Kreuzes stellt den Abmarsch des Pilgerzuges dar, der auf den Gipfel und zum Kreuz von St. Guiral führt. Die Schäfer legten dort, bevor der Schafauftrieb begann, einen Hahnenfußstrauß ab, um ihre Herde vor Krankheiten zu schützen. Das ursprüngliche sehr alte Kreuz wurde durch ein anderes im 18. Jahrhundert ersetzt. Das Ornament auf dem originalen Sockel, ein Lebensbaum, ist leider sehr beschädigt.
Vissec
TDieses hübsche Dorf findet man in der Visschlucht, flussaufwärts in Richtung Cirque de Navacelles. Nur bei starken Regenfällen fließt Wasser in der Vis. In Alzon versickert es und flussabwärts bei Vissec tritt es wieder eindrucksvoll heraus. Dieses Naturschauspiel wird als "résurgence de la Foux" bezeichnet. Es gibt einen angenehmen Spazierweg zu den nahe gelegenen Mühlen. Sie wurden von der Gemeinde Vissec in Stand gesetzt. Eine Dauerstellung beschreibt das Leben auf der Hochebene im Laufe der Jahrhunderte und gibt umfassende Informationen über die Gemeinde und den Fluss. Das Dorf Vissec ist eine ehemalige Festung, die auf Befehl des Herzogs von Rohan währende der Religionskriege 1629 zerstört wurde. Die Häuser sind in die Höhe gebaut damit sie möglichst wenig Grundfläche beanspruchen. Im Erdgeschoss waren die Tiere untergebracht, in der ersten Etage befand sich "l'Oustal" , der Gemeinschaftsraum, sowie zwei Schlafzimmer. Der Speicher diente neben seiner eigentlichen Funktion als zusätzliche Schlafmöglichkeit.
Blandas
Blandas unterscheidet sich völlig von den grünen Cevennen. Wenn Sie Felsen, weite Flächen, Thymian und Licht lieben, dann sind Sie hier richtig. Die Hochebene von Blandas - "Causse de Blandas" wurde nach dem Dorf benannt. Das Wort "Causse" ( auf occitanisch "caous", chaux) bedeutet "Hochebene mit einzelnstehenden, natürlichen Steinwällen". Diese Hochebene ist wirklich eine Welt für sich. Das Dorf Blandas liegt an einer Kreuzung von zwei Strassen, die die Hochebene durchqueren; windgeschützt, in der Nähe von Dolinen. In diesen flachen Erdsenkungen ist der Anbau von Getreide möglich, weil sich dort fruchtbare Erde angesammelt hat. Ganz in der Nähe des Dorfes befindet sich ein kleiner Teich, aus dem die Tiere trinken. Er wird durch Regenwasser gespeist, aber auch durch eine Quelle, was auf einer Hochebene selten der Fall ist. Die Häuser und Bauernhöfe sind typische Kalksteingebäude mit Bögen, Treppen und Terrassen. Die Bauerhäuser sind in der Regel ganz aus Stein gebaut mit gewölbeartigen Dächern, da Holz zu selten und daher zu kostbar war, um daraus Dachstühle zu errichten. Die Hochebene von Blandas ist reich an vorgeschichtlichen Überresten (Dolmen, Menhire und Kromlech).
Rogues
Der Name Rogues stammt vom keltischen Wort "roues" und bedeutet Strasse. In der Tat findet man in der Umgebung des Dorfes Reste der römischen Strasse, die von Le Vigan nach Lodève führte. Rogues liegt einzigartig auf einem Plateau: soweit das Auge reicht eine steppenartige Landschaft, wo Thymian, Disteln und Adoffil (Liliengewächse) gedeihen. Die Haupteinnahmequelle in diesem landwirtschaftlich geprägten Milieu ist heute noch die Aufzucht von Schafen und Ziegen. Seit einigen Jahren hat man mit der Rinderzucht, einer besonderen Rasse aus der Aubrac, begonnen. In der Gegend weißt vieles auf die Schafzucht hin: verstreut liegende Weiler, in denen sich die Menschen niederließen, die Gewölbebauten mit kleinen Öffnungen, Waschtröge und Zisternen, in denen das Regenwasser aufgefangen wird.
Montdardier
Montardier liegt nahe am Übergang vom Schiefergestein der Cevennen zum Kalkgestein der Hochebene. Der Gipfel der "Tude" (895m) beherrscht das Dorf. In Verlängerung dazu taucht der weiße Felsvorsprung, der Pic d'Anjeau , eindrucksvoll aus dem "Staatswald" hervor, der hauptsächlich aus Nadelhölzern besteht. Die Kirche, die dem Heiligen Sankt Martin gewidmet ist, befindet sich etwas abseits des Dorfes. Bemerkenswert ist ein schlichtes Tympanon, das Werk eines lokalen Bildhauers, das noch aus der alten Kirche stammt.
Avèze
Drei Flüsse fließen durch das Dorf: die Arre und ihre beiden Nebenflüsse, der Coudoulous und die Glèpe. Das Dorf, ehemaliges Zentrum der Gemeinde, ist entlang der Glèpe gebaut, der Vorort Rochebell liegt in der Flussebene der Arre und die Neubaugebiete breiten sich auf den Hügeln aus, die die Täler beherrschen. Avèze ist ein Benediktinerstift: die Kirche und das Pfarrhaus sind auf dem ehemaligen Platz, wo sich das Kloster befand, erbaut worden. Von der Straße aus sieht man das Schloss Montcalm. Es wurde auf dem Fundament einer Festung errichtet, die eine bewegte Vergangenheit hatte. Die alte Brücke stammt von 1715.
Pommiers
Pommiers ist zehn Minuten von Le Vigan entfernt und hat ungefähr 60 Einwohner. Es liegt zwischen den Cevennen und der Causse und überschaut die Täler der Arre und der Glèpe. Es besticht durch seinen pittoresken Charakter, seiner sonnigen Lage, seinem unverbauten Blick auf die Berge der Cevennen, die das Pays Viganais überragen. Die romanische Kirche Saint André aus dem 12. Jahrhundert, die im 19. Jahrhundert um die Kapelle Saint Joseph erweitert wurde, besitzt eine Besonderheit, die in der gesamten Region einmalig ist: ein Gewölbe mit durchbrochenen Bögen und ein Chorjoch mit Spitzbögen, deren Enden jeweils auf den Böden steinerner Lampen ruhen.
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